Dieser Beitrag entstammt einer Hausarbeit, für das Fach Geschichte, in der 13. Klasse der gymnasialen Oberstufe Stuhr-Brinkum. Wir haben hierfür 20 Seiten erhalten, in dem der Imperialismus an nicht so bekannten Beispielen gezeigt wird. Hier ist meine Ausarbeitung dieser Thesen.
Inhaltsangabe
Der Text ist in vier Kapitel gegliedert, die meistens noch weiter untergliedert und durch Quellen getrennt sind.
Das erste Kapitel handelt von dem Imperialismus in China.
Dabei behandelt es auch die Gegenwehr, mit der die Europärer während ihrer Eroberung zu kämpfen hatten.
Es wird erwähnt, dass China im 18. Jahrhundert noch eine Weltmacht war, die besonders innovativ war und zum Beispiel das Schwarzpulver erfunden hat. Auch hatten sie eine traditionelle, von Rangordnung geprägte Regierungsform, mit einen Kaiser an höchster Stelle. Dadurch, dass viele Bauern für die Nahrungsversorgung sorgten, blieb China unabhängig vom Handel mit anderen Ländern, deren Bewohner von den Chinesen als Barbaren bezeichneten. Dieses schien auch teilweise gerechtfertigt, zumindest im 18. Jahrhundert, denn China beherrschte fast ganz Ostasien, auch wenn es teilweise nur durch Tributzahlungen der Fall war. Somit war China wohl eines der mächtigsten und reichsten Länder der Erde.
Dieses Weltreich zerfiel jedoch am Anfang des 19. Jahrhunderts, zum einen auf Grund des riesigen Wachstums des Volkes, nämlich einer Steigerung um 150 Millionen, was einer Verdoppelung in 100 Jahren entsprach. Dadurch wurden die Gebiete, die die Bauern für ihre Landwirtschaft, brauchten zu klein, sodass die Bauerm verarmten und in die Städte ziehen mussten. Außerdem kamen Umweltkatastrophen und diverse Verwaltungsfehler hinzu, so dass sich ein starker Hass gegen die Kaiserdynastie entwickelte. Aus diesen Gründen entstand dann auch ein Aufstand, der sogenannte Tai’ping Aufstand, der 15 Jahre währte und während dem 20-30 Millionen Menschen zum Opfer fielen.
Während dieser Zeit des Niedergangs begann auch der erste Angriff der europäischen Mächte in China, da der Kaiser von China es nicht als nötig empfand, den Kontakt zu den europäischen Mächten zu verstärken. Am Anfang bezahlten Engländer die Chinesen noch mit Silber bald jedoch mit Opium, welches als Medizin und als Rauschmittel eingesetzt wurde, sodass viele abhängig wurden und sich die Gesundheitslage drastisch verschlechterte. Schließlich verbot die Regierung die Einfuhr von Opium und vertrieb die englischen Händler. Das nahmen die Engländer zum Anlass, um in China einzufallen. So musste China dann im Jahre 1842 das Land für die Engländer öffnen. Ihre Stellung sicherten diese sich mit einer ständigen militärischen Präsenz in China, die erst 1941 durch die Japaner gebrochen wurde.
Dass auf einmal die unterentwickelten Barbaren die Oberhand gewannen, war für viele Chinesen ein Schock.Jedoch gab es keine großen Reformen, denn diese setzten erst 50 Jahre später ein, kamen jedoch zu spät, um die Monarchie noch zu retten.
Diese wurde 1912 durch Sun Yatsen, einen Oppositionspolitiker, gestürzt. Trotz der internen Probleme war China ein begehrtes Land, jedoch nicht mehr so sehr für die Europäer, sondern eher für die Japaner, welche ihre Herrschaft ab 1920 mit brutalsten Mitteln durchsetzten.
Das zweite Kapitel behandelt den Aufstieg Japans zur Großmacht und den Zerfall dieser Großmacht.
1853 kamen das erste Mal amerikanische Kriegsschiffe und wollten eine Handelsbeziehung mit Japan. Da diese durch die modernen Waffen der Amerikaner eingeschüchtert wurden, nahmen sie die Handelsbeziehungen auch an, obwohl sie große Bedenken hatten, denn die führenden Schichten in Japan glaubten, ihre Kultur so länger schützen zu können. Im 17. Jahrhundert hatte zunächst ein großer wirtschaftlicher und kultureller Aufschwung in Japan begonnen. Der Handelsvertrag mit Amerika war ihre erste Schwäche nach außen hin. Doch auch noch weitere Gründe führten dazu, dass Japans Aufstieg durch einen Zerfall abgelöst wurde. So gab es im 19. Jahrhundert zum Beispiel viele Missernten. Durch diese und extreme Steuererhöhungen kam es zu Bauernaufständen, die von der Regierung nicht niedergeschlagen werden konnten. Somit wurde die Macht der Regierung gebrochen und eine klassische Monarchie eingeführt. Der Kaiser sorgte dafür, dass die Industrie modernisiert und dem europäischen Vorbild ähnlicher wurde. Um dieses erreichen zu können, wurden auch Ingenieure ins Ausland geschickt, um sich dort fortbilden zu lassen.
Auch in der Politik näherte sich Japan immer mehr dem Westen an. Somit fing Japan 1880 auch an Kolonien im Pazifik und auch auf dem asiatischen Festland zu erobern, um Land für die größer gwordene Bevölkerung zu gewinnen. Dies gelang ihnen auch, da die Streitkräfte von Engländern und Deutschen geschult wurden. So eroberten sie 1894 Korea, das vorher von China verwaltet wurde. Kämpften auch gegen das russische Reich,dem sie schwere Verluste beibrachten.
Innenpolitisch lief es jedoch nicht so gut, so entstand durch Naturkatastrophen eine große Massenarbeitslosigkeit und Hungersnöte. In Folge dieser wirtschaftlichen Schwächung galten sie auch in Verhandlungen mit dem Westen nicht als gleichwertig. Daraufhin beschränkten sich die Japaner auf ihre eigenen Werte und ihrer eigenen Kultur, ausserdem versuchten sie sich weiter auszudehnen. So erklärten sie 1937 China den Krieg und griffen 1941 Pearl Harbour und damit die Amerikaner an. Sie demütigten auch England ,indem sie Singapur einnahmen und auf diese Weise Großbritannien, dass als uneinnehmbare Festung galt, düpierten.
Erst nach dem Amerika die beiden ersten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen (1945) kapitulierten sie.
Um Afrika dreht sich das dritte Kapitel, des vorgelegten Textes, hierbei hauptsächlich um die Kolonialisierung, des afrikanischen Kontinentes, durch die Europäer.
Mit der Eröffnung des Suezkanals im Jahre 1869 begann die Aufteilung Afrikas. Bis dahin waren nur einzelne Gebiete an den Küsten Afrikas von Europäern besetzt gewesen, der Rest, vor allem das Innere, war stabil und hatte gut organisierte Flächenstaaten. In Zusammenhang mit der Industrialisierung eroberten die Europäer jedoch langsam den Rest Afrikas, dieses hauptsächlich um Handel zu treiben. Jedoch wurde auch die Infrastruktur immer weiter ausgebaut und der Kontinent erkundet. Später versuchten dann Missionare europäische Wertvorstellungen zu vermitteln. Ausserdem begannen europäische Aussiedler den Kontinent zu bevölkern. Dadurch wurde Afrika langsam in die Weltwirtschaft integriert, jedoch waren die Staaten in keinem Fall gleichberechtigt, in den Verhandlungen mit den Europäern und überwiegend politisch unselbsständig
Denn die Europäer erlangten nach und nach die Macht in Afrika durch Verträge, und zwar wurden die Souveränitätsrechte an Europa verkauft, im Gegenzug haben die Staaten aus Europa Schutz vor Übergriffen erhalten. Jedoch wurden diese Verträge meistens unter Androhung von Waffengewalt unterschrieben. Besonders ehrgeizig war hierbei Großbritannien, denn sie eroberten den Großteil Afrikas, hierfür führten sie sogar auf afrikanischen Boden Kriege gegen andere europäische Kolonialmächte.
Die Europäer führten relativ schnell Zwangsarbeit und sehr hohe Steuern ein, so kam es auch in Afrika bald zu Revolten gegen die Europäer.
Das besondere an der Herrschungsform Englands war, dass diese indirekt war, das heißt, der britische Vertreter leitete zwar den Staat, jedoch soll der Öffentlichkeit glaubhaft gemacht werden, dass es sich um die Regierung ihres eigenen Staates handelte.
Die Kolonien wurden während dieser Kolonialzeit nicht nur schwer ausgebeutet, in Folge dieser Ausbeutung verschwanden auch die sozialen Strukturen in den afrikanischen Ländern fast vollständig. Hier unterschieden sich die Engländer aber nicht von den anderen Kolonialmächten.
Das letzte Kapitel behandelt den Konkurenzkampf Großbritanniens mit anderen Großmächten.
Nachdem Napoleon ins Exil geschickt wurde, endete auch der Krieg zwischen England und Frankreich. Dieses war notwendig damit Großbritannien weiterhin seine große Kriegsflotte unterhalten konnte, welche unabdingbar war um die Interessen Großbritanniens zu schützen. Im 19. Jahrhundert versuchten die Engländer alle Kriege zu vermeiden, nicht aus moralischen , sondern aus pragmatischen Gründen, sie meinten, dass sie ihren Wohlstand nur sichern könnten, wenn es ihnen gelänge, kostspielige Kriege vermieden. Dieser Frieden sollte erhalten werden, indem man häufiger Treffen zwischen allen europäischen Großmächten einberief. Großbritannien, das im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern (in diesen Ländern war die Regierungsform eine Monarchie) , eine gewählte Regierunghatte, zog sich bald aus dieser Allianz zurück, denn es verfolgte andere Ziele.
Bearbeitung einer Quelle entlang der Anforderungsbereiche
Die Quelle 4 des Themas 5, also der Abschnitt, der über Japan handelt, stammt von dem Fürsten Mito. Er befasste sich darin mit der Politik Japans gegenüber den Amerikanern.
Die Fürsten von Mito waren die Hauptgegner der Tokugawafamilie, die zu der Zeit das Shogunat innehatte. Sie waren seit dem Anfang des Shogunats, also seit 1603, gegen das Shogunat der Toguawafamilie. Die Fürsten von Mito veröffentlichten Schriften gegen die Tokugawafamilie und beschützten deren Gegner und die Schriften. Auch wurden auf ihrem Einflussgebiet teilweise Kämpfe gegen die Befürworter des Schoguns geführt. Nach dem Auftauchen der Amerikaner soll der Fürst von Mito sogar den Mord an dem Shogun initiiert haben, und wurde dafür, von dessen Nachfolger, in seinem Palast eingesperrt.
Somit kann man davon ausgehen, dass die Schrift auf jeden Fall der Öffnung Japans, wie der Shogun es wollte, entgegensteht.
Der Text ist ein Auszug aus einem Memorandum ,also aus einer Stellungnahme, und wurde in einem Buch von Bernd Röcker mit dem Namen “Der Aufstieg Japans zur Welt- und Wirtschaftsmacht”, welches 1984 erschienen ist, veröffentlicht. Bei diesem Buch handelt es sich um in Buch, für das Fach Geschichte.
Nach Meinung des Fürsten von Mito darf Japan keine Friedenspolitik gegenüber Amerika führen. Für diese Forderung bennent er 10 Gründe. Allerdings sind im Text auf Grund von Kürzungen nicht alle Gründe aufgeführt. Sein erster Punkt ist, dass die Barbaren, also eigentlich die Ausländer, die Japaner im Grunde nicht respektieren. Das zeigt sich etwa daran, dass die Amerikaner , mit ihren Kriegsschiffen in die Bucht von Ugara eingefahren sind, was wie die Amerikaner auch wissen, verboten ist. Auch haben sie Salutfeuer in der Bucht abgegeben und die Bucht von Yedo ausgemessen. Seiner Meinung nach ist dieses Verhalten mehr als arrogant und die größte Demütigung, die die Japaner je erhalten haben. Ausserdem meint er , dass das Ansehen Japans beschädigt würde, wenn das Bakufu, eine Art Militärregierung, die durch das Oberhaupt der Kriegerklasse gebildet wird, die Fremden nicht vertreibt oder zumindest nicht mit ihnen verhandelt.
Der nächste erwähnte Punkt ist der 6. seiner Aufzählung. Hier behauptet er, dass es keine Gefahrenquelle sei, sich an den Isolationismus zu klammen, man müsse vielmehr annehmen das der Handel mit anderen Ländern eine Gefahrenquelle darstelle. Jedoch ist er der Meinung, dass man mit einer ausreichenden militärischen Vorbereitung und durch eine Rückgabe der Macht an den Kaiser das Ansehen Japans am meisten steigern könne.
Der letzte Punkt, der hier aufgeführt ist, ist der 9., in welchem er meint, dass das Bakufu die Fremden fortschicken sollte, denn wenn dieses nicht geschieht, denn wenn dieses nicht geschehe werden die Menschen den Respekt vor der Führung der Bakufu verlieren und somit sei die Kontrolle der Bakufu über die Fürsten auch in Gefahr.
Zu dieser Auffassung kann man auch eine andere Position einnehmen. So hätte Japan bereits am Beispiel, Chinas sehen müssen, durch ungleiche Handelsverträge ausgebeutet wurde, jedoch waren diese Handelsverträge die diktierte Folge eines verlorenen Krieges. Vor diesen Hintergrund hätte Japan erkennen müssen, dass man gegen eine besser ausgestattete Armee, wie die der Amerikaner, eigentlich keine Chance hat. Somit hätte man im Falle eines Kampfes vermutlich ein ähnliches Schicksal erlitten wie China, und wäre am Ende auch nur eine Kolonie geworden, beziehungsweise ein ausgebeutetes Land. Auch das Ansehen eines eroberten Landes ist schlechter als das eines Landes, welches Handel mit anderen Ländern betreibt. Ausserdem ist es meistens vorteilhaft, wenn man an der Weltpolitik, beziehungsweise an der Wirtschaft teilnimmt. Auch wird die Bevölkerung sicher aufgebrachter sein, wenn es einen Krieg gibt, in dem viele Bewohner sterben als, bei Handelsverträgen, auch wenn die Japaner da eine schlechtere Ausgangsposition haben. Es mag zwar sein, dass die japanische Bevölkerung sich dann aufregt, aber letztendlich werden sie auch diese als Demütigung empfundene wirtschaftliche Zusammenarbeit vergessen, während ein langer Krieg, die schlechtere Lösung wäre und Folgen hätte, die man schlechter vergessen kann. Ausserdem kostet ein Krieg Unmengen von Geld, was sicherlich nicht sehr vorteilhaft für die sowieso schon arme Bevölkerung wäre, denn die Schulden müsste man auch bezahlen, sodass Steuererhöhungen der einzig mögliche Weg wären, um diese zu begleichen. Somit wäre die ohne dies eh schon arme Bevölkerung noch ärmer, welches innenpolitisch sich sicher ungünstig auswirken würde, und diese nicht unbedingt aufheitert. Somit ist in diesem Fall die von Mito vorgeschlagene Lösung der Isolation beziehungsweise einen Krieg zu führen, nicht unbedingt die beste Alternative.
Letzendlich wäre keine der beiden Möglichkeiten, also weder die komplette Isolation noch die vollkommene Öffnung zu den andern Mächten, für die Japaner damals von Vorteil gewesen. Denn wenn sie sich isoliert hätten, wären die Amerikaner höchstwahrscheinlich in ihr Land eingefallen und hätten es entweder zu einer Kolonie gemacht oder sich dort Handelsstützpunkte errichtet und mit einer ständigen Kriegsflotte vor der Küste ihre Interessen durchgesetzt. Wenn sie sich jedoch vollkommen geöffnet hätten, hätten sie Probleme mit ihrer Kultur bekommen, denn dann wäre den Japanern klar geworden, dass die andern keiene Barbaren sind, sondern dass sie, im Gegensatz zu ihrer Vorstellung, sogar in vieler Hinsicht weiter entwickelt sind als die Japaner selbst. Somit wäre die Kultur der Japaner und auch ihre Wertevorstellungen ernsthaft gefährdet gewesen. Somit sind beide Möglichkeiten eigentlich nicht denkbar, ein Kompromiss zwischen beiden wäre vielleicht die Lösung gewesen, etwa bestimmte Städte für den Handel freizugeben. Hierbei hätte die Handelsverträge allerdings fair sein müssen, was allerdings schwer gewesen wäre da die Amerikaner Japan offensichtilich nicht als gleichwertigen Handelspartner ansahen.
Eine weitere interessante Lösung hätte vielleicht darin bestanden nicht nur einen Handelsvertrag einzurichten, sondern auch einen der den Amerikanern bei ihren Imperialismus in andern Ländern hilft, durch Zustellung von Soldaten.
Wenn man ein solches Bündnis eingeht, also ein umfassenders als nur den Handel wäre Amerika vielleicht eher bereit ein Land als gleichwertigen Partner anzusehen.
Jedoch haben alle Alternativen, die es gibt, irgendwelche Nachteile, letztendlich wird es schwer werden einen gute Alternative zu finden, die kaum Nachteile bringt, denn Amerika, ist nun mal im Vergleich zu Japan, auf Grund der Größe und der militärischen Macht klar im Vorteil. Auch das Kapital in Amerika ist größer, sodasss sie einen Krieg länger durchhalten würden als Japan. Somit müsste Japan einen Kompromiss finden der nicht zu starke Nachteile für sie bringt aber Vorteile für Amerika.
Genauere Erläuterung eines nur kurz angeschnittenen Themas
Gewähltes Thema: Überblick über das Shogunat in Japan und die Bedeutung der Revolte durch die Fürsten von Mito
Meine historische Abhandlung behandelt das Shogunat in Japan, es soll also dargestellt werden, wie diese Regierungsform aufgebaut war. Außerdem geht es um die Revolte durch die Fürsten von Mito.
Dieses Thema ist in unseren Texten vor allem in der Übersichtsdarstellung der Kultur der Japaner enthalten, jedoch spielt der Shogun auch eine wichtige Rolle in den Verhandlungen mit den Amerikanern. Daher denke ich, dass dieses ein wichtiges und interessantes Thema für diese Aufgabe darstellen könnte.
Der Titel Shogun bedeutet übersetzt “Unterdrücker der Barbaren” und wurde ursprünglich an den Anführer, also Befehlshaber der Kriegerkaste der Samurai verliehen. Dessen Rang war ungefähr so hoch wie der eines europäischen Herzogs, jedoch wandelte sich diese Position mit der Zeit so, dass schließlich ab dem Jahre 1193 der Shogun der Herrscher von Japan war. Somit löste er den Tenno, also den Kaiser, als Herrscher ab. Ein weiterer Name, der für das Shogunat eingeführt wurde, war bakufu, welches Zeit- oder Militärregierung bedeutet.
Im Jahre 1150 ging die Macht erstmals über in die Hände der Klosterkaiser. Dieses waren Regenten, die offiziell abgedankt hatten, sie überließen dem Kaiser jedoch noch repräsentative Aufgaben. Die Hochadelsfamilien jedoch wollten die Macht lieber in ihren Händen wissen, so führten sie eine Revolte durch, die jedoch vom Klosterkaiser niedergeschlagen werden konnte. Dieses schaffte er, indem er sich die Unterstützung diverser Samuraifamilien sicherte. Jedoch war er anschließend denen gegenüber nicht sehr dankbar, sodass es zum Gemper Krieg kam; dieser dauerte von 1180 bis 1185 an und wurde zu Land und zu Wasser ausgetragen. Die Samurais gewannen am Ende und so erhielt eine Familie von ihnen, die Samurais aus Kamakura, das Shogunat, und waren somit die Herrscher von Japan. Sie beschlossen, dass der Titel an ihre Nachfahren weitervererbt werden sollte.
Während der Zeit des Shogunats kam es zu zwei Invasionsversuchen der Mongolen, beide wurden abgewehrt, angeblich mit Hilfe eines göttlichen Windes, dem Kamikaze. Somit verlangten nicht nur die Samurai eine Belohnung, sondern auch die Buddhisten, denn diese hatten angeblich für den Kamikaze gesorgt.
Ein paar der Samuraifamilien, vor allem der Nika- und der Ashikaga-Klan, eine der berühmtesten Familien in Japan, waren nicht zufrieden mit den Shogun und wandten sich mehr dem Kaiser zu. So stürzten sie 1333 den Shogun und gaben die Macht dem Tennō Go-Daigo zurück. Dieser Akt wurde als Kemmu-Restauration bekannt, jedoch hielt diese Restauration nur wenige Jahr an, denn die Interessen der Ashikaga und der Go-Daigo Familie gingen zu weit auseinander.
Infolgedessen wurde 1339 Ashikaga Takauji Shogun und gründete das Ashikaga-Shōgunat, in dessen Verlauf jedoch die Samurai immer stärker wurden und das Shogunat schwächer. Diese Entwicklung führte im Jahre 1467 zum fast elf Jahre andauernden Ōnin-Krieg. Der Hauptgrund dafür war, wie schon genannt, die Schwäche des Shogunats, welche durch einen Erbstreit hervorgerufen worden war. Es folgte eine 100 Jahre dauernde Periode, die geprägt war durch Kriege und durch politische Unklarheit, denn es gab keinen Shogun und die Provinzen, die gerade die Macht innehatten, wechselten in extrem rascher Folge.
1543 trat dann eine Wende ein. Der Fürst Oda Nobunaga kaufte von portugiesischen Händlern nämlich Schusswaffen und schaffte es mit Hilfe dieser überlegenen Waffen, 30 der 68 Provinzen Japans zu einigen. Er schaffte es jedoch nicht, ein neues Shogunat zu errichten, bevor er 1582 von Akechi Mitsuhide zum rituellen Selbstmord gezwungen wurde, nachdem dieser seine Revolte gewonnen hatte. Den Kampf um seine Nachfolge gewann Toyotomi Hideyoshi, ein aus einfachen Verhältnissen stammender Soldat, der sich zu einer Art General vorarbeitete. Er reformierte das Reich und in der Folge erhielten die Samurai mehr Macht. Außerdem versuchte er Korea und China zu erobern. Gegen den Rat seiner Daimyos, das sind lokale Herrscher, griff er 1592 Korea an. Er verlor jedoch den Krieg, als China sich an die Seite Koreas stellte und gegen die Japaner in den Krieg zog.
Nach seinem Tod übernahm Tokugawa Ieyasu die Macht. Seine Nachfolger schafften die Reichseinigung und errichteten ein neues Shogunat, nämlich das sogennante Tokugawa- oder Edo-Shōgunat. Während dieser letzten Shogunatsperiode schottete sich Japan komplett ab und betrieb Isolationismus. Es gab ein Ausreiseverbot für Japaner und ein Einreiseverbot für Ausländer, nur auf einigen Inseln durften sich Ausländer aufhalten, auf der Insel Deshima Niederländer und Chinesen und auf der Insel Tsushima Koreaner. Auch im Hafen Satsuma durften sich Ausländer aufhalten und dort durfte Handel betrieben werden.
Ein weiterer besonderer Aspekt dieser Periode war, dass es während dieser Zeit die längste Friedensperiode gab.
Das Ende der Shogunatsperiode wurde 1854 mit der Ankunft der Amerikaner eingeleitet, die Handelsverträge mit Japan wollten. Die Nachgiebigkeit des Shoguns während dieser Verhandlungen spaltete die Samurai, denn die einen waren für die gewaltsame Vertreibung der Fremden und für eine Neuordnung der Gesellschaft, die andern für die Beibehaltung des Shoguns und unterstützen somit seine Verhandlungen. Die Reformer gewannen letztendlich und Tokugawa Yoshinobu wurde zum Shogun, allerdings nur für zwei Jahre, denn dann wurde dieser wieder gestürzt und der Tennō Mutsuhito erhielt die Macht, somit gab es in Japan wieder einen Kaiser. Dieser Schritt ist als Meiji-Restauration bekannt und stand am Anfang einer Epoche, während der eine Modernisierung Japans eingeleitet wurde und eine Anpassung an die europäische Gesellschaft erfolgte. Auch diese Herrschaftsperiode ging jedoch im Jahre 1912 zu Ende und es begann die Neuzeit.
Gesondert will ich nun noch einmal auf den Fürsten von Mito eingehen, der mitgeholfen hat, den Shogun, der Verhandlungen mit Amerika führte, zu stürzen. Das Besondere an der Mitofamilie war, dass diese die Hauptantriebskraft gegen den Schogun war. Sie fing früh an, die Schriften gegen den Shogun zu veröffentlichen, auch beschützte sie die Gegner des Shoguns und die Schriften. Des Weiteren kam es in Mito zu Kämpfen zwischen den Feinden und den Befürwortern des Shoguns. Dieser Kampf führte dann zu einem offenen Aufstand gegen den Shogun, der zwar leicht unterdrückt wurde, jedoch ein bedenkliches Zeichen für den Shogun darstellte. Als dann 1854 der Shogun den Vertrag mit den Amerikanern unterzeichnete, wählten die Befürworter des Tenno einen Kampfschrei, der “Joi” lautete. Dieser bedeutete “Fort mit den Fremden”. In Wirklichkeit richtete er sich aber eher gegen den Shogun als gegen die Fremden. Im Auftrag des Fürsten Mito wurde der Shogun ermordet. Später setzte sich jedoch Jikamon, einer der Befürworter des Shogunats, durch und sorgte für die Wahl des zwölfjährigen Fürsten von Kii. Daraufhin wurde der Fürst von Mito in seinen Palast eingesperrt, seine verbündeten Fürsten wurden entweder ins Gefängnis gesperrt oder mussten ihr Amt niederlegen. Damit war der Widerstand eigentlich gebrochen, doch im Jahre 1860 wurde der Shogun von Ronine von Mito ermordet. Auch der nächste Shogun wurde ein Jahr nach seiner Amtserhebung angegriffen und schwer verwundet, worauf er sein Amt niederlegte.
Daran sieht man, welch besondere Bedeutung die Fürsten von Mito hatten, also die Personen, von denen auch das Memorandum aus der vorrangegangen Aufgabe stammte.
Kreative Annäherung an den Inhalt:
Dialog zwischen zwei Personen
Thema: Japan’s Handelsverträge mit Japan
Person Nummer 1: Befürworter des Shogunats und der Handelsvertäge
Person Nummer 2: Gegner des Shogunats und er Handelsverträge
Vorraussetzung ist, dass beide Personen über die aktuellen Ereignisse im Bilde sind, und nicht allzu radikal sind.
Da beides Japaner sind und diese von ihrer Stärke überzeugt waren, vor allem die Gegner des Shoguns, meinten diese einen Krieg gewinnen zu können.
Auszug:
Person Nummer 1: Das letzte was wir brauchen ist jetzt ein Krieg und genau das ist, was entsteht, wenn man sich Amerika in den Weg stellt.
Person Nummer 2: Aber du musst doch einsehen, dass auch ein Handel mit Amerika, nicht das beste ist was uns passieren kann, denn wie du mitgekriegt haben solltest, beuten überlegene Mächte meistens die Schwächeren aus, bestes Beispiel ist England, die China ausbeuteteten.
Person Nummer 1: Die Situation war aber leicht anders, denn China wurde durch einen Krieg zu so schlechten Veträgen gezwungen, wohingegen wir noch die Chance haben zu verhandeln und so unsere Ziele und vielleicht ein gerechtes Handelssystem aufzubauen.
Person Nummer 2: Du musst jedoch bedenken, dass Japan Amerika nicht unbedingt unterlegen ist, jedoch sehen uns die Amerikaner als das schwächere Volk. Somit werden die Handelsverträge für uns auf jedenfall immer einen Nachteil bereit halten. Wenn wir jedoch Krieg führen, werden wir diesen gewinnen und uns somit vor Handel schützen können.
Person Nummer 1: Es kann sein, dass wir einen solchen Krieg gewinnen werden, die Wahrscheinlichkeit jedoch würden wir einen solchen Krieg verlieren, denn die Waffentechnik dieser Gegner, ist mit den Gewehren, unserer doch weit vorraus.
Person Nummer 2: Aber wir haben die größere Ehre und die größere Macht, da wir auf unserem Land kämpfen und unsere Krieger sind mutiger. Somit werden wir den Krieg gewinnen und können die Amerikaner so demütigen, wie sie uns gedemütigt haben, indem sie arrogant bei uns in der Bucht mit ihren Kriegsschiffen gefahren sind.
Person Nummer 1: Du kannst doch nicht ernsthaft glauben, dass wir gegen solch starke Waffen, wie die Amerikaner sie besitzen im Falle eines Krieges wirklich eine Chance hätten. Aber wenn wir vielleicht den Amerikanern nicht nur einen Handelsvertrag anbieten, sondern einen Vertrag der darüber hinausgeht und zum Beispiel den Amerikanern bei ihren imperialistischen Zielen weiterhilft, wären diese vielleicht eher bereit, einen ausgeglichenen und für beide Seiten akzeptablen Handelsvertrag zu erstellen. Somit wären unsere Nachteile auf ein Minimum begrenzt.
Person Nummer 2: Aber mit einen solchen Handelsvertrag verlieren wir unsere Ehre und unser Prestige, denn das ein solcher Handelsvertrag eine Demütigung für uns bedeutet, da dieses ein Zeichen der Schwäche ist sollte ja wohl klar sein.
Person Nummer 1: Ist die Ehre nicht egal? Denn ein solcher Handelsvertrag, wird von der Bevölkerung sicher schneller vergessen, oder jedenfalls schneller als ein Krieg, der viele Opfer in der Bevölkerung zur Folge hat.
Person Nummer 2: Doch wenn wir gewinnen ist der Ruhm um so höher, und wie uns bekannt ist, sind die Verteidiger des Shoguns schwach.
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Shōgun
http://de.wikipedia.org/wiki/Kamakura-Shōgunat
http://de.wikipedia.org/wiki/Kemmu-Restauration
http://de.wikipedia.org/wiki/Muromachi-Zeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Azuchi-Momoyama-Zeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Edo-Zeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Daimyō
http://de.wikipedia.org/wiki/Japanische_Geschichte
http://de.wikipedia.org/wiki/Tennō
http://de.wikipedia.org/wiki/Gempei-Krieg
http://de.wikipedia.org/wiki/Ashikaga_(Clan)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kemmu-Restauration
http://de.wikipedia.org/wiki/Ashikaga_Takauji
http://de.wikipedia.org/wiki/Ōnin-Krieg
http://de.wikipedia.org/wiki/Oda_Nobunaga
http://de.wikipedia.org/wiki/Toyotomi_Hideyoshi
http://de.wikipedia.org/wiki/Akechi_Mitsuhide
http://de.wikipedia.org/wiki/Meiji-Restauration
http://www.jaduland.de/asia/japan/text/sturz.html
http://www.japanlink.de/gp/gp_geschichte_kamakura.shtml
http://www.japanlink.de/gp/gp_geschichte_muromachi.shtml
http://www.g26.ch/texte_japan_05.html
http://www.japan-infos.de/japan-geschichte/muromachi-zeit.html
http://www.wikiweise.de/wiki/Shogunat
http://www.jaduland.de/asia/japan/index.html
http://www.jaduland.de/asia/japan/text/zeittafel.html