Phänomen Castingshows
Seit mehr als 20 Jahren gibt es nun Castingshows, am Anfang nicht so erfolgreicht, heute jedoch mit guten 40% der Einschaltquoten der 13-20 jährigen. Doch was macht diese Shows so Erfolgreich, um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, muss man sich erstmal die Geschichte der Castingshows angucken.
Im Jahre 1978 wird die Gong Show in England eingeführt und kurz darauf auch bei uns . Jedoch wurde die Show kurz darauf, auf Grund geringer Einschaltquoten abgesetzt. 10 Jahre später gab es einen erneuten Versuch diese Show einzuführen, doch auch dieser scheiterte an zu geringen Einschaltquoten. Im Jahre 2000 entstand dann die erste erfolgreiche Castingsshow Deutschlands, auf RTL2 mit den Namen “Popstars”. Die Idee hatte der Neuseeländer “Jonathan Dowling”. Nach dem die Sendung bereits erfolgreich in diversen Ländern angelaufen war, wurden sich die Lizenz relativ schnell gesichert. Im Laufe der Zeit, inzwischen läuft die 6. Staffel, wechselte die Sendung von RTL2 nach Pro7. Die erfolgreichste der Bands war wohl die Band “No Angels”. Die neueste Band ist die Band “Room 2012″, die im Jahre 2007 gegründet wurde. Im Jahre 2002 schlug dann RTL zurück und erfand “Deutschland sucht den Superstar”, die an die englische Show “Pop Idol” angelehnt ist. Hierbei ist der bekannteste Sänger wohl “Mark Metlock”, der im Jahre 2008 den Echo gewann. Alle Sieger der Sendungen die auf den Format von “Pop Idol” ,aus dem Jahre 2002/2003, beruhen wurden zu einem internationalen Wettbewerb eingeladen, bei dem der deutsche Kandidat vorletzter wurde. Natürlich konnte sich Sat1 sowas nicht gefallen lassen, somit nahmen sie “Star Search” ins Programm auf, eine Castingshow aus den USA, die unter anderem Britney Spears und Justin Timberlake hervorgebracht hat. In Deutschland war wohl der bekannteste Gewinner Bill Kaulitz, der im Bereich Music Act 10-15 teilnahm und heute für Tokio Hotel singt. Das besondere an dieser Show ist, dass sie nicht nur Musik beinhaltet, sondern auch andere Arten, wie zum Beispiel Models. Deswegen gibt es seit dem Jahre 2006 auf Pro7 die Castingshow “Germany’s Next Topmodel”, auch diese Show kommt letzendlich aus Amerika. 2003/2004 gelang dann Stefan Raab das Meisterstück, er übertraf alle andern Castingshows, mit der Sendung “SSDSGPS” (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star), denn hiermit schuf er eine Parodie zu den andern Sendungen und übertraf diese sogar vom musikalischen Niveau her. Stefan Raab gewann für diese Sendung den Grimme Preis, welcher wohl der renomierteste Preis für Sendungen in Deutschland ist. 2007 startete er dann eine Nachfolger Castingshow mit den Namen “SSDSDSSWEMUGABRTLAD”. Diese Abkürzung bedeutet “Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf”. Der Name entstand im April 2007, als Max Buskohl bei TV Total der Sendung von Stefan Raab auftreten wollte und ihm dieses verboten wurde, da der Vertrag dieses untersagte. Zuerst startete er eine Aktion mit den Namen “Freiheit für Max Buskohl”, in der er ein Photo von ihm im Stil von RAF Entführungsopfern zeigte. Nachdem diese Aktion die von Kritikern als PR Aktion (die Aktion sorgte übrigens für einigen Wirbel) nicht besonders erfolgreich war, startete er diese Show. Das besondere war, dass die Kandidaten sich selbst entscheiden konnte, ob sie was bekanntes oder eine eigene Produktion singen wollten. Die neueste Art der Castingshows ist wohl die Sendung “The Next Uri Geller”, in der die Kandidaten ihre mentalen Fähigkeiten und ihre angeblich übernatürlichen Kräfte zeigen sollen.
Doch was ist nun eine Castingshow? Eine Castingshow besteht aus Kandidaten, die auf Grund ihres Talentes, probieren diese Show zu gewinnen.
Die Frage ist was eine solche Show so erfolgreicht macht. Das Paradebeispiel hierfür ist wohl ”DSDS”, denn mit ihren Juror Dieter Bohlen haben sie genau den richtigen gefunden. Denn er kennt keine Moralvorstellungen so kann er jeden Kandidaten auf schärfste demütigen. Aus diesen Demütigen und den stark überschätzten Selbstbewusstsein der Kandidaten besteht die Sendung. Denn dort sind so schlechte Kandidaten, die glauben sie könnten wirklich singen, dass man kein Mitleid mit denen haben kann. Somit beruht das ganze System eigentlich auf Schadensfreude erzeugt durch die unmoralische Kritik von Dieter Bohlen.
Seit dem Zusammenbruch eines Schülers bei ”Deutschland sucht den Superstar” ermittelt nun der Jugendschutz, denn sie befürchten das die Sendung die Entwicklung gemeinschaftsfähiger Persönlichkeiten stören könnte. Schon letztes Jahr wurden die Verantwortlichen der Sendung ermahnt, es scheint sich jedoch auf den ersten Blick nicht verändert zu haben.
Ein weiterer Grund ist wohl, dass der Schüler als gescheiterter Kandidat zu Hause angerufen wird und dort beleidigt wird und RTL nichts dagegen unternimmt.
Somit wird man abwarten müssen, was demnächst mit der Sendung passiert, beziehungsweise ob sich dort was ändert, was allen zu wünschen wäre.
Quellen:
- Spiegel vom 11.2.2008
- Jugendschützer ermitteln gegen DSDS (Spiegel)
- “Ich bin völlig fertig” (Spiegel)
- “Hab’ ich die Haare schön?” (Spiegel)
CO² Gehalt und die Klimakatastrophe
Seit Jahren wird über einen Klimawandel geredet, oder gar von einer Klimakatastrophe gesprochen. Aber ist die Erderwärmug wirklich so schlimm. Dieser Frage will ich diesen Artikel widmen.
Der Hauptgrund für den Klimawandel sind wohl die so genannten Treibhausgase, dieser Sammelbegriff umfasst vor allem: Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4). Ich will mich hier hauptsächlich auf das Co2 beschränken, da dieses momentan im Gespräch ist.
Kohlenstoffdioxid ist ein Gas, welches wir auch ausatmen und welches so in der Natur vorliegt. Jedoch wirkt dieses Gas in der Atmosphäre als Treibhausgas, denn es absorbiert einen Teil der Wärmestrahlung. So das sich die Erde immer mehr aufwärmt, da diese die Wärmeenergie Nachts nicht abstrahlen kann, somit erwärmt sich die Erde immer mehr. Das Problem an Kohlenstoffdioxid ist, dass es ein Nebenprodukt von jeder Verbrennung ist, somit tritt der Stoff häufig auf, besonders ausschlaggebend ist Asien, die einen sehr hohen Verbrauch haben. 2007 wurde ein Vertrag abgeschlossen über eine große Summe um damit den CO2 Verbrauch in ganz Europa zu senken. Dieses senkt den CO2 Gehalt jedoch kaum merklich, wenn man die gleiche Menge des Geldes jedoch in Asien investieren würde, wäre die Menge des reduzierten Co2 Gases um ein vielfaches größer. Jedoch sind diese Länger zumeist nicht bereit eine solche Senkung durchzuführen, da die Westmächte dieses ja auch nicht machen. Denn laut denen steht CO2 Bekämpfung im Gegensatz zu Wirtschaftswachstum. José Manuel Barosso, Chef Europäischen Kommission, sagt jedoch, dass CO2 Austoß und Wirtschaftswachstum kein Widerspruch ist. Somit stände dieser Investition nichts im Wege, jedoch werden die Asiaten solange nichts unternehmen, wie Europa, bzw. Amerika nichts unternimmt. Somit ist das Geld wohl gut angelegt und ein Zeichen zu setzen.
Ist jedoch die Klimaerwärmung wirklich so schlimm wie sie dargestellt wird. Wenn man sich Statistiken und Graphen der letzten Jahre anguckt , wie zum Beispiel Diese, sieht es tatsächlich mehr als schlecht für uns aus, denn die Temperatur stieg doch nur. Wenn man sich aber die Erwärmung der letzten paar Millionen Jahre anguckt (leider hab ich keine Grafik da mein Scanner kaputt ist, jedoch findet man eine in dem Buch: “Der Hund, der Eier legt”, welches sich mit Statistiken beschäftigt) , stellt man fest, dass diese nur geschickt abgeschnitten wurden, denn im Vergleich zu andern Erwärmungen, die schon vor der Menschheit passierten, sind wir praktisch noch in einer Kalten Zeitperiode. Somit ist ein Temperaturanstieg normal und gehört zur Natur, dass einzige was eventuell von den Treibhausgasen beeinflusst wird, ist der Anstieg der Erwärmung, die tatsächlich etwas steiler ist als sonst. Somit kann man eigentlich sagen, dass es momentan einen Anstieg gibt und die Panikmache unnötig ist, denn die Statistiken kann man schon fast als gefälscht bezeichnen. Ob es letzendlich Einfluss auf die Höhe der Temperatur haben wird, kann man jetzt nur vermuten.
Quellen:
The next Uri Geller
Ein paar werden es schon gesehen, bzw. gehört haben, seit einigen Wochen läuft jeden Dienstag auf Pro7 die Castingshow “The next Uri Geller”. In dieser lämpfen eine Anzahl von Kandidaten um den Titel “The next Uri Geller”, der der Show den Namen gab, das besondere hierbei ist, dass alle Kandidaten so genannte Mentalisten sind.
Deswegen stell ich mich als erstes der Frage, was überhaupt Mentalisten sind.
Mentalisten sind eigentlich Zauberkünstler, denn die Mentalzauberkunst, was diese Personen ausführen, ist eine Teil der Zauberkunst, die sich hauptsächlich auf Vorhersagen und Gedankenlesen o.ä. kümmert. Mit übernatürlichen Dingen hat diese Zauberkunst allerdings nichts zu tun, es geht viel mehr um Effekte und Tricks. So distanzieren sich ernsthafte Mentalisten davon wirklich über paranormale Fähigkeiten zu verfügen. Die “Gemeinschaft Europäischer Mentalisten“ ein eingetragener Verein hat sich als Ziel gesetzt die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass es nur Tricks sind und keine übernatürlichen Phänomene. Jedoch gibts es auch negativ Beispiel, in denen Mentalisten probieren der Öffentlichkeit weis zu machen, dass sie tatsächlich über mentale Fähigkeiten verfügen und keine Tricks benutzen.
Das bekannteste negativ Beispiel ist wohl Uri Geller, dessen Löffelbiegetrick für Zauberkünstler leicht nachzumachen sein soll.
Doch wer ist überhaupt Uri Geller, das ist das 2. Thema dieses Essays, da er sowohl Namensgeber als auch Bestandteil der Show ist, werde ich ihn genauer betrachten.
Uri Geller wurde 1946 in Tel Aviv unter den Namen György Gellér geboren. Sein erstes Erlebnis mit der Magie fand entweder im Alter von 5 Jahren oder in der Grundschule statt, wo genau ist jedoch nicht rauszufinden, da Uri Geller von Interview zu Interview verschiedene Angaben macht. 1967 tritt er dann als Fallschirmspringer in den Krieg ein, wo er verwundet wird. Danach arbeitet er als Fotomodell und kurz darauf als Löffelverbieger. Entdeckt wurde er von dem New Yorker Parapsychologen Andrija Puharich, der auch später seine Biographie schrieb. Nach eigenen Angaben litt er in den 70er Jahren an Bulemie und ist, auf Grund eines Tipps von Lennons Frau Yoko Ono, nach Japan gereist um sich dort ein Jahr lang zu erholen. Er verdiente insgesamt 50 Millionen Dollar (nach eigenen Angaben).
Seit 1970 tritt Uri Geller als Magier auf unter anderem repairiert er kaputte Uhren, malt versteckte Zeichnungen nach und verbiegt Besteck. Eigenen Angaben zu Folge hat er seine Zauberkräfte von Außerirdischen vom Planeten ”Hoova”, von Gott oder von sonst einer höheren Macht erhalten hat. Bisher konnte jeder von Gellers Tricks, die er in Aufführungen gezeigt hat, nachgestellt und erklärt werden. Ab 2004 tritt Uri Geller nach längerer Abstinenz wieder im Fernsehen mit seiner eigenen Show bei RTL auf. Diese Show hatte den Namen „Die Uri Geller Show” und erreichte einen Marktanteil von 25,5 Prozent in der angesprochenen Gruppe, dass sind immerhin 6 Millionen Zuschauer.
Auch arbeitete er nach eigenen Angaben für das CIA und hat dort Kriege verhindert, in dem er unter anderem aus den Flugzeug nur mit Konzentrationskraft Daten aus den Köffern von KGB Agenten gelöscht hat.
Desweiteren verfasste er diverse Vorhersagen, die bis auf eine, die ihm vermutlich vorher übermittelt wurde, alle nicht zutrafen.
Gegen seine schärfsten Kritiker wehrte er sich, so verklagte er zum Beispiel James Randi, einen Kritiker, der unter anderem auch ein Magier ist und selbsterklärter Gegner von Pseudowissenschaften ist. Diese Klage wurde wie jede andere abgewiesen. Im November 2000 verklagt er Nintendo, da diese auf ihrer Spielkarte des Pokémons “Kadabra”, einen verbogenen Löffel dargestellt hatten und in der Beschreibung geschrieben haben, dass es Alpha Wellen ausstrahlt. Dieses Wort ähnelt im Japanischen der Aussprache des Namens “Uri Geller”. Seiner Meinung nach verstieß dieses gegen seine Persönlichkeitsrechte. Er verlor jedoch nach zweijähriger Verhandlung.
Desweiteren gibt es mehrere Videos, in denen die Tricks des Uri Gellers aufgedeckt werden, so zum Beispiel ein 14 minütiges Video, welches sich mit einen Trick befasst, in dem Uri Geller einen Kompass nur mit seiner Gedankenkraft zu drehen scheint. In dem Video sieht man jedoch den Magneten, wie Uri Geller sich diesen an seinen Finger befestigt.
Seit 2008 nun steht er mit einer neuen Show vor dem Puplikum und zwar mit der oben angesprochenen ”The next Uri Geller”. In dieser Show stehen junge Mentalisten auf er Bühne und führen ihre angeblich übersinnlichen Fähigkeiten vor. Auch diese beruhen letzendlich auf Tricks, jedoch geben die Darsteller diese nicht zu und meinen das wären übersinnliche Kräfte und somit sind auch diese unseriös.
Die meisten Tricks dieser angeblichen Bühnenmagier mit übersinnlichen Kräften, werden während der Sendung enttarnt, so zum Beispiel auch von Stefan Raab, der feststellte das eine der Pistolen bei einen Showact, einfach falschherum drin lag, und so jeder wusste, dass dieses die geladen ist. Wenn man nun bisschen weiter forscht findet man auch andere entlarvte Tricks, so zum Beispiel auf folgender Seite : Die Tricks - The next Uri Geller
Somit ist bewiesen, dass auch diese über keine übersinnlichen Kräfte verfügen.
Quellen:
- Die Tricks - The next Uri Geller
Ist Weihnachten noch Weihnachten?
“Weihnachten die Zeit des Friedens Zeit zu vergeben und zu verzeihen.” So fing ein Song von den Toten Hosen namens Frohes Fest an. Eine andere Aussage, die das klassische Weihnachten beschreibt ist die, die Weihnachten als “Fest der Liebe” beschreibt. Doch ist dieses heute noch so ?
Meiner Meinung nach nicht, denn an Weihnachten gibt es heutzutage mehr Stress als an anderen Tagen, dieses fängt schon in der Vorweihnachtszeit an mit den Einkaufen, da diverse Leute meinen erst in den letzten Tagen einkaufen zu müssen, entstehen vor dem Kassen riesige Schlangen, die nicht nur den Verkäufern Stress, sondern auch den Kunden, denn die meisten probieren in den letzten Minuten einzukaufen oder kommen gerade von der Arbeit/Schule etc. und haben nicht viel Zeit. Zu Hause geht es dann weiter, wenn in aller Hektik der traditionelle Weihnachtsbaum gekauft und geschmückt wird.
Somit ist zumindest in der Vorbereitung nichts von Liebe und Frieden zu merken, sondern eher von Hektik und Stress.
So geht es auch während der Feiertage weiter. Als erstes müssen alle Gerichte zubereitet werden (Pute/Ente/Lamm o.ä.), diese Gerichte brauchen meistens mehrere Stunde, und während dessen müssen Tische umgeräumt und Platz geschafft werden, und diese gedeckt werden. Auch hierbei ist perfekte Akkuranz gefragt, denn es soll ja etwas besonderes sein, so dass hier wieder Stresssituationen entstehen. Somit ist auch hier nichts von dem Fest der Liebe zu sehen.
Weiter geht es bei den Geschenken, auch diese werden nach Verteilung, mehr oder weniger geschätzt. Die meisten Geschenke, werden nicht mals mehr selbst eingepackt, sondern werden in den Läden eingepackt, von netten Verkäufern/Verkäuferinnen. Oder um ein weiteres Mal die Toten Hosen zu zitieren: ”Millionen Soldaten am Ladentisch verpackt, es soll ja von Herzen sein.
” (DTH- Spielzeugland)
An diesem Statz erkennt man auch, wie wenig manche Geschenke zu dem Sinn von Weihnachten passen, denn Soldaten wie oben als Beispiel genannt, fördern den Gedanken des Friedens sicherlich nicht. Eine andere Art, die nicht zu der Weihnachtsstimmung passt ist wohl der, das manche Geschenke nicht gewürdigt werden, so werden manche Sachen sogar abgetan ohne diese sofort anzugucken. Besonders komisch sollte einen das vorkommen, wenn man bedenkt dass die Geschenke eigentlich nur symbolisch seien sollten, und die Zuneigung für den anderen Ausdrücken sollte.
Somit kommen wir zum nächsten Punkt, nämlich dem das Weinachten immer mehr materialistisch wird. Denn im Vordergrund stehen die Geschenke, und nicht das was eigentlich wichtig seien sollte, nämlich der Gedanke des Zusammenseins mit anderen.
Somit denke ich das Weihnachten nicht mehr den Ursprünglichen Sinn hat, denn ich ganz oben beschrieben hab, und somit auch nicht mehr diese Bedeutung.
Ischa Freimarkt
Im Bremer-Clan Forum hat Malte (Soundy) wieder mal einen netten Text geschrieben. Diesmal schrieb er über unseren schönen alten Bremer Freimarkt. Mir hat dieser Text so gut gefallen, dass ich ihn hier nochmal veröffentlicht hab. Dieses ist der Text:
“Es ist wieder soweit!! Das wahre Gesicht des Bremer Freimarkts, endlich kann ich mal wieder so richtig Spaß haben. Es gibt viele Meinungen über den Freimarkt und ich hab eben auch eine. Ein langes Jahr Warten auf den “Gaudi pur” liegt hinter mir und nun kann ich mich endlich auf den Weg zum Rummelplatz machen. Mein größter Spaß ist aber nicht der Freimarkt selbst, sondern seine Besucher. Diese zu beobachten ist einfach nur Kabarett. In der Regel tritt der “gemeine Jahrmarktsbesucher” in Gruppen von 4 - 20 Personen auf. Bewaffnet mit Portemonnaie, EC-Karte und garantierter guter Laune beginnt sein Abenteuer Freimarkt. Sobald der erste Fuß auf das 100.000 qm Areal gesetzt wird, setzt dann auch pünktlich der Nieselregen ein. Kein normaler Regen - neeeeeeeiiiiin - der fiese Nieselregen, der in jede Ritze dringt und uns unterkühlt, der gehört zum Freimarkt. Nach den ersten 15 Metern gibt es dann immer einen, der den Rudelalkoholiker mimt und fragt: “Wollen wir uns schon mal ein Bier gönnen oder wollt ihr euch erst noch umschauen?” Bis auf das Quoten-Weichei der Gruppe sind dann auch alle schnell einverstanden. Dieses Ritual wiederholt sich jetzt übrigens an jeder weiteren Bierbude. Autoscooter Auch schön zu beobachten ist das Gehege ähhh… der Brunftplatz…Quatsch - ich meine die Autoscooter. Dort balzen mehrere, ich nenne sie mal Jugendliche, um die Gunst der buntgeschminkten Girls. Klar im Vorteil ist in diesem Wettstreit, wer die deutsche Sprache komplett ausgetauscht hat gegen einen Slang-Mix aus Deutsch, Türkisch, Tenever, OHZ, Comic-Heft und Egal-Aggressivität. Nach dem Motto: “Ey alda das isch korregt main scuuda vastehsu? Hau ab maaan odda isch hol meine Brüda.” Der Platzhirsch wird hier täglich neu gewählt, wobei die Kriterien sehr einfach sind. Wer mit einem Scooter rückwärts fahren kann, dabei cool aussieht, die Fubu-Klamotten gepflegt und lässig im Wind Flattern lässt, während die steinhart gegelten Haare sich aber nicht einen Millimeter bewegen, das Kaugummi gekonnt katschen kann, das Goldkettchen perfekt drapiert auf der Hühnerbrust hält und dessen Supertusse grinsend auf dem Randgestänge hockt, der ist ungeschlagener King of Depp. Anwärter gibt es viele. Schießbude Vor allem die Schießbuden machen Spaß. Hier sind die Kunden nahezu 99% Männer. Mit oder ohne Alkohol im Blut wird hier jeder Gabelstapelfahrer und Opel-GT-Fan zu Jessy James. “Komm Hasi ich schieß dir ein paar Rosen oder willst du den Großen Teddy da oben?” ist die häufigste Frage. Doch eigentlich ist die Antwort auch egal. Selbst wenn die Herzdame beides nicht wünscht, ist der Kerl schon mit glitzernden Augen an der Knarre und will beweisen, was für ein toller Schütze in ihm steckt. Paff Paff und nichts getroffen, jetzt wird’s ernst. Ab hier entscheidet sich, ob weitere hunderte Euro in Munition investiert werden bis der angestrebte Gewinn endlich zusammengeschossen wurde oder ob der “Held” zu der Überzeugung kommt, dass die Gewehre einen krummen Lauf haben, damit man nicht treffen kann. Dann wird mit fachmännischem Schimpfgemurmel die Wumme auf den Tisch geknallt, mürrisch bezahlt und das Feld geräumt. Noch niemals habe ich jemanden gesehen, der gesagt hat: ” Uups das ist wohl nichts für mich, schießen kann ich eben nicht so gut”. Das Phänomen an diesen Buden ist nämlich folgendes: Der Mann verlässt den Schiessstand immer als Verlierer aber er kommt sich immer als Fachmann oder als Gewinner vor. Nahrung Um mehr Alkohol aufnehmen zu können, wird ab und zu etwas Nahrung als Grundlage konsumiert. Ich werde auf diesen Punkt nicht weiter eingehen, da wir uns, glaube ich, alle einig sind, dass die Tischmanieren und die Esskultur in diesem Umfeld ein wenig auf der Strecke bleiben. Bierzelt Der Garten Eden - das Mekka des eifrigen Freimarktbesuchers ist erreicht. Hier erfüllen sich die tiefsten Feierträume. Es ist einfach herrlich, an einem Tisch zu sitzen eingepfercht zwischen besoffenen Tischnachbarn und entfesselten Sekretärinnen, die sich unter Alkoholeinfluss gehen lassen und mal richtig die Sau rauslassen. Wer seine Arme dann versehentlich auf den Tisch legt, bekommt dafür nach dem Auswringen seiner Ärmel einen Mix aus Bier, Korn, Sauren und Wein gratis obendrauf. Dass ein Bier hier soviel kostet wie ein halber Kasten, spielt an solchen Tagen keine Rolle. Das Musikprogramm ist klasse, jeder Song kann lauthals mitgegrölt werden und spiegelt exakt die Auswahl wider, die wir auch alle zuhause haben, oder? Nach ausreichender Betankung von Leber und Milz sind sich dann auch die meisten Gäste einig, dass die Bedienung voll auf die gestartete Anmache abgefahren ist, sie hatte ja nur leider keine Zeit, weil sie so viel arbeiten muss. Kein Problem, sie wird sich schon melden, denn wir haben ihr ja unsere Nummer zugesteckt und sie hat ja versprochen anzurufen. Wird schon. Karussells Ist euch schon mal aufgefallen, dass an den Seiten von Fahrgeschäften immer ein Wasseranschluss mit einem ca. 20 - Meter - Sclauch befestigt ist? Sobald sich 16 Jährige stark alkoholisiert den physikalischen Gesetzen solcher Spaßaggregate ausliefern, rebelliert schon mal der Magen. Nicht genug, dass man das hysterische Gekreische der Mädels in den Nachbargondeln ertragen muss, nein der mutige Passagier ist auch den umherfliegenden Teilchen von Erbrochenem ausgesetzt. Allerdings würden diese bei Betroffenheit noch keinen Grund liefern, den Heimweg anzutreten. Nach Fahrtende kommt nun besagter Schlauch zum Einsatz. Die Gondel wird klatschnass gereinigt und aus Zeitgründen wird auf ein aufwendiges Abtrocknen verzichtet. Der nächste bitte. Uups da ist ja noch ein Rest, ach was soll’s… Halle 6 / Freimarkt bei Nacht Irgendwann in der Nacht machen dann plötzlich alle Kassenhäuschen und Bierbuden zu und zwingen die Horden in die Halle 6. Trinkbuden, so viele das Herz begehrt. Außerdem jede Nacht irgend welche Top40 Bands und vergessene Altstars. Eine kleine Hürde gilt es allerdings noch zu überwinden. An den Eingängen reiht sich jeder brav in die Schlange ein und wartet geduldig darauf, kontrolliert zu werden. Kontrolliert? - ja wirklich. Vor jedem Eingang steht eine Mannschaft Security-Staff, die jeden durchsucht, der Einlass begehrt. Jede Tasche, jede Jacke und jeder Gegenstand werden durchleuchtet. Freundlichkeit bei dem im Regen stehenden und schlecht bezahlten Sicherheitspersonal versteht sich als Ausnahme. Was haben die Gäste noch verbrochen? - ach ja, sie wollten feiern! Die heiligen Hallen endlich betreten, wiederholt sich eigentlich nur das komplette Prozedere aus dem Bierzelt: Die Männer baggern, saufen, grölen, machen sich komplett lächerlich und die Frauen baggern, saufen, grölen und machen sich komplett lächerlich. Endlich mal kein Geschlechterkampf. Fazit: Ein Tag auf dem Freimarkt im Durchschnitt - 80 - 150 Euro hat der Spaß gekostet - die Kleidung ist nass von Regen und Bier - insgesamt sind 2 Brandlöcher durch Zigaretten zu verbuchen - der nächste Tag entfällt geistig komplett - ca. 22 Frauen werden nie wieder mit dir sprechen - sollte man einen Partner haben, wird der innerhalb der nächsten Woche die Verbindung trennen, denn in Bremen spricht sich alles rum - die Schuhe sind nach wenigstens zwei Besuchen auf der Toilette nur noch Sondermüll - aber man hat seinen Kollegen die nächsten 3 Monate etwas zu erzählen, was man tolles erlebt hat und welche Erfolge man so als geiler Hengst hatte. Hach ist der Freimarkt schööööööö n…… “
(Quote: Soundy im Bremer-Clan Forum )